Pura Vida - Ein Stück Familie

Ein Tanztheaterprojekt mit zwei Generationen in Costa Rica

 
07März
2014

1. kommt es anders....

... und 2. als man denkt. Wir sind zwar schon dran gewöhnt, dass manchmal sich hier die Pläne ändern weil die Ticos (costaricaner/innen) nicht die zuverlässigsten sind, aber nun ist uns das etwas zum Verhängnis geworden... Wenn ein Tico sagt : "ja ist gut ich ruf dich später an" nicht drauf warten, dass er anruft, selber anrufen, vor allem wenn es einem wichtig ist. Das haben wir in der ersten Woche mit der Direktorin und der Lehrerin die mit uns alles koordinieren soll gemerkt. Man lernt ja draus.

Wir haben die Proben je nach Studenenplan mit den Kindern abgesprochen und auch mit der Lehrerin, meisten haben wir für die nächste Woche, oder die nächsten Tage geplant, grade weil wir wissen, dass immer wieder was dazwischen kommt. So wie diese Woche. Letzte Woche sind leider einige Kiner des jüngeren Jahrgangs abgesprungen, was für uns sehr schade war aber nicht zu ändern. Es hat sich so eine Kerngruppe herausgebildet, die uns sehr engagiert hilft und auch da ist. Letzten Freitag haben wir das OK bekommen, dass wir Dienstag, Mittwoch und Donnerstag proben können. Da einige Kinder die Gruppe verlassen haben, musste wir die Verteilung und das Stück daran anpassen und brauchten daher auch diese Tage. Am Montag haben wir dann gesagt bekommen, dass wir Mittwoch nicht proben können, weil es eine Versammlung der Direktorinnen der verschiedenen Schulen gibt. Na gut, aber kriegen wir schon hin, dann halt Dienstag und Donnerstag. 

Dienstag haben wir dann auch geprobt. Wir proben in einer Art Halle die gleichzeitig Pausenhalle aber auch Turnhalle und Aula für alle möglichen öffentlichen Aktivitäten ist. Während wir also probten haben die anderen Lehrerinnen den Raum für die Versammlung vorbereitet, was zu einer Art Unruhe geführt hat, aber wir kriegen das schon hin:) Die Kinder sind ja da und sehr engagiert!

Donnerstag früh, wurde ich dann von meinem Gastcousin angerufen, der zufällig die Lehrerin getroffen hat und diese ihm sagte, dass wir nicht proben können, weil es wieder eine Versammlung gibt. Was tun? Uns fehlt diese Probe sehr, denn ohne sie können wir nicht präsentieren, da durch die Umstellung wir noch nicht alles fertig hatten. 

Ich bin dann zur Schule gefahren, um mit der Lehrerin zu sprechen, denn den Kindern hatte sie schon gesagt, dass es keine Probe heute gibt. Ich habe versucht mit ihr eine andere Lösung zu finden, aber dies gestaltete sich als schwierig und langsam war ich auch relativ entnervt. 

Nun lange Rede... wir werden heute nicht präsentieren. Wir haben ganz normal eine Probe mit den Kindern, beenden das Stück und beratschlagen uns mit ihnen zusammen. Wir könnten nächste Woche präsentieren, das Problem ist, dass Maike früher fährt als ich und dadurch sie dann nicht mehr dabei wäre. Eine andere Möglichkeit ist, dass wir mit den Kindern und dem Stück ein Fotobuch machen, also die Szenen in Fotos umsetzten und die Texte die wir entwickelt haben, die begleitende Geschichte ist. Eine andere Form der Präsentation, mit der die KInder auch einverstanden wären. Wir werden das aber heute während der Proben zusammen entscheiden, vielleicht schaffen wir auch beides, damit auch die Kinder danach länger was davon haben und sich erinnern können.

So was passiert, es ist nervig, aber wir wissen, dass es immer einen anderen Weg gibt. 

Durchatmen, Pura Vida

27Februar
2014

Details vom Stück

Nun hatten wir schon mehrere Proben und der Aufbau des Theaterstuecks steht nun fest. Die Kinder liegen zunaechst alle auf dem Boden und fangen an das “ Guten Morgen” Lied zu singen. Das lied besteht nur aus den Worten Guten Morgen, aber auf deutsch, englisch, spanisch und italienisch. Beim Singen richten sie sich auf und stellen sich langsam in einer Reihe auf. Wir fanden dies einen guten Einstieg in das Stueck, da es ja einen typischen Tagesablauf darstellen soll und der Tag faengt ja nun mal leider mit dem Aufstehen an. 

Der erste Teil wird ueber die Vergangenheit Costa Ricas spielen und der zweite ueber die Vergangenheit – ein interessanter Vergleich. 

Der erste Teil ist ein Einblick in das Leben eines Maedchens in den 50ern. Sie traeumt davon in die Schule zu gehen und spaeter einmal will sie studieren. Damals jedoch unmoeglich vor allem fuer die Maedchen. Sie hatten zu Hause zu bleiben und zu arbeiten. Einfach voellig andere Verhaeltnisse. 

In dem letzten Monat haben wir gemerkt, dass dies etwas ist, was die aeltere Generation stark beschaeftigt. Immer haben sie getraeumt zur Schule zu gehen, aber so einfach wie heute war es eben nicht. 

Der direkte Vergleich dazu kommt dann im zweiten Teil. Kinder, die sich lustlos auf die Schule vorbereiten. Das was sie interessiert sind ihre Smartphones und Facebook – wozu auch Schule? 

Die war auch in den letzten Wochen ein wichtiges Gespraechsthema. Wie koennen die Kinder von heute es bloss nicht verstehen und wertschaetzen, dass sie die Moeglichkeit haben zur Schule zu gehen? Frueher konnten sie nicht zur Schule, wollten aber. Heute koennen sie , wollen aber nicht. 

Wir werden einen Erzaehler fuer das Stueck haben und der Rest wird vorspielen. So kommt die Aktion wesentlich klarer hervor. Wir empfanden dies als die bessere Variante, vor allem fuer die Kinder. 

Wir sind so sehr zufrieden mit dem Aufbau und uns bleiben noch 4 Proben bis zur Auffuehrung naechster Woche. Die Zeit rennt und heute ist mir klar geworden, dass ich nur noch 2 Wochen habe und Rixa nur noch 3. 

von Maike

27Februar
2014

Unser Theaterstück

So, nun nähern wir uns auch schon dem Ende... Traurig und je schöner die Tage, desto größer der Schmerz zu wissen dass wir bald wieder gehen müssen. Manchmal bleibt mir da die Luft weg und mein Herz meldet sich, denn man weiß nie, wann man wohl wieder hier sein wird.

Die letzten Proben mit den Kindern liefen gut und die kommende Woche bleibt uns noch um nun das fertige kleine Theaterstück, welches Maike und ich geschrieben haben zu festigen und zu verfeinern. Den Rahmen haben wir festgelegt, aber die Ideen zu den einzelnen Szenen sind aus den vorherigen Proben mit den Kindern entstanden.

Vieles haben sie als "nur spielen" wahrgenommen, aber uns hat es geholfen über die Kinder und ihre heutige Sichtweise zum Thema Familie etwas herauszufinden. 

Maike schreibt gleich etwas mehr zum Stück

Wir gehen auch immer noch zum Altenheim und besuchen dort die Menschen, die wir nun besser kennen gelernt haben und die sich jedes mal mehr freuen uns zu sehen, um mit uns zu reden und mit uns Karten zu spielen. Es sind so einfache Dinge die ihnen sehr viel Freude bereiten, da sonst eher wenige bis keiner kommt um sie zu besuchen. 

Ich kann nur betonen, dass für mich nicht die Proben mit den Kindern oder die Besuche im Altenheim unser Projekt ausmachen, sondern dass wir jeden Tag es erleben. Es wird uns nur dadurch so deutlich, weil wir mit einer Forschungsfrage hier her gekommen sind und man dadurch viel sensibler darauf achtet was um einen herum zu dem Thema passiert. Wir leben es in diesem Moment. Und ich merke warum zum Beispiel im Altenheim das Thema Familie und Traditionen so schwer und traurig ist, grade weil es sonst im Alltag so wichtig ist bzw. war.

Nächste Woche Freitag um 14 Uhr unserer Zeit ist die Präsentation in der Schule wir freuen uns auf Besucher ;)

Von RIXA

19Februar
2014

Proben

Wir haben nun schon die dritte Probe hinter uns und so viel bleibt auch gar nicht mehr. Aber da wir ja genau wissen wie viel Zeit wir haben kann man sich organisieren. Die Kinder sind wie in der ersten Probe sehr aufgeweckt, aktiv und kreativ. Es fällt mir noch etwas schwer Ruhe zu bewahren, den man hat das Gefühl Ticokinder sind noch wuseliger und auch lauter als andere. Es ist die erste Gruppe mit so vielen Kindern die ich anleite und manchmal fühle ich mich etwas überfordert, denn meine Art wie ich arbeite finde ich noch heraus. Ich musste gestern nach unsere Probe an einen Dozenten denken, der sagte man lernt aus Fehlern. Das habe ich gestern getan. Also haben wir die ersten drei Proben ausprobiert und gelernt was funktioniert und was nicht. Bei Kindern merkt man das schnell, wenn eine Übung nicht ankommt oder funktioniert. Also was anderes oder die Übung anders heranführen. 

Wir werden ab morgen die Gruppe teilen, denn wir haben Kinder aus 2 verschiedenen Klassen und Jahrgängen. Das Problem ist, dass die einen dadurch morgens Unterricht haben und die anderen Nachmittags, jedoch wechselt das jede Woche... Etwas kompliziert, wenn man so etwas vorher nicht weiß. Bis jetzt konnten wir mit der ganzen Gruppe arbeiten, was für den Anfang auch gut war, aber nun gehts an die einzelnen Szenen und dafür sind 2 Gruppen besser, glauben wir. Die Kinder sind zwischen 9 und 12 Jahre alt.  Unser Probenort ist eine Art Halle mit Steinboden und Wellblechdach. Hier spielen die Kinder normalerweise in der Pause Basketball, verbringen ihr Pause und haben hier auch Sportunterricht. Ab und zu funktioniert es auch als Aula für verschiedene Aktivitäten.

Heute haben wir schon die nächste Probe und wollen erste Bilder ausprobieren, die konkreter sind. Und ich versuche das erst Mal einen Kanon in einer Gruppe anzuleiten die nicht aus Ottersberg stammen :) (Vielen Dank an Thekla für das Lied)

Wir werden mit Standbildern arbeiten die sie dann durch Bewegung in lebendige Bilder verwandeln, das funktioniert bis jetzt sehr gut in kleinen Übungen.

Die Idee für den Szenenrahmen ist, dass eine Gruppe sie mich einem typischen Sonntag eine Ticafamilie von heute beschäftigt und die andere mit einem Tag einer Familie von früher ( ca. 60 Jahre zuvor) So wollen wir unsere Erfahrungen verbinden, die wir im Altenheim gemacht haben mit denen, die wir selbst erleben und was die Kinder erleben.

Wir halten euch auf dem Laufenden 

Rixa

Die ersten Bilder der Proben

Standbild

17Februar
2014

Erster Tag in der Grundschule

 In dieser Woche (10.2.) begann der 2. Teil des Projekts. Am Montag waren wir gleich um 9 Uhr in der Grundschule in San Miguel, da es ein Zusammentreffen aller Eltern gab. Die Lehrerin wollte uns allen Eltern vorstellen, damit die Leute sich ein Bild machen koennen worum es geht. Leider gab es am Morgen technische Probleme und durch Zeitverzoegerungen musste die Direktorin uns wieder wegschicken. Man muss einfach immer mit Allem rechnen. Gut das die Gastoma von Rixa in San Miguel wohnt. Da sind wir doch gleich zu ihr und hatten so Zeit sie endlich zu interviewen ueber ihre Vergangenheit. Sie ist eine unheimlich liebevolle, herzensgute und vor allem emotionale Person. 

Auch wenn wir Mami Amparo (die Gastoma) ein wenig ueberraschten an diesem Morgen, setzten wir uns gleich nach draussen in die Schaukelstuehle und fingen an ein paar Fragen zu stellen, welche wir uns zum Thema vorher vorbereitet hatten. Zuerst wusste Mami Amapro gar nicht was sie erzaehlen sollte. Was hatte sich verandert in Familien und Traditionen. So viel hat sich veraendert, da weiss man gar nicht wo man anfangen soll. Mit ein paar Fragen wurde es dann aber immer fluessiger und natuerlich hatte sie viel zu erzaehlen. Schnell bekam man durch die Erzaehlungen einen besseren Eindruck von Zustaenden, Beziehungen, Umgang mit Kindern und der Bildung. Manche Dinge konnte man gar nicht fassen und man kam sich vor wie in einem Film.Mami Amparo kommt aus einer Familie mit 13 Geschwistern(¿?? Bin ich mir immer nicht sicher :D)) 

Die Aufgaben und Rollenverteilung in der Familie damals( 1940/50) war strikt und unumstritten. Die Frauen im Hause hatten frueh aufzustehen um zu putzen und den Haushalt zu erledigen. Jeden Tag, keine Diskussion. Die Maenner arbeiteten mit dem Vater auf den Feldern. Der Umgang mit den Kindern war kalt. Mami Amparo erzaehlte zu unserem Erschrecken, dass sie viel geschlagen wurden. Fuer alles wurde man bestraft, fuer alles. Durch ihre Erzaehlungen wurde schnell klar, dass der Alltag damals kein Zuckerschlecken war. Auch wurde den Frauen verboten das Haus zu verlassen, ohne Erlaubnis einen Freund zu haben und zur Schule zu gehen. Fuer uns ist es so selbstverstaendlich jeden Tag zur Schule zu gehen, fuer die Frauen damals ein weit enfernter Traum. Die Maedchen hatten sauber zu machen und die Maenner arbeiteten auf dem Feld, wozu braucht man dann ein Studium. Natuerlich gab es ein paar Maenner aus ihrer Familie die spaeter zur Uni gingen, aber eher weniger. Wenn die Eltern einen Ausflug machten, dann nutzten die Geschwister die Gelegenheit und spielten wie verrueckt den ganzen Tag und machten jeglichen Bloedsinn, der einen schmunzeln laesst. 

Nie haette ich gedacht, dass in so einem warmen, strahlenden Land mit so offenen Leuten es eine so kuehle Vergangenheit geben kann. Gerne erinnert man sich an diese Kindheit nicht. Als sie dann ihren Mann mit 17 Jahren heiratete war es fuer sie wie eine Befreiung und ein voellig neuer Lebensabschnitt. Das ein kleiner Einblick in die Vergangenheit Costa Ricas, auch fuer uns voellig neu. Wie viel wir bei unserem 3ten Besuch dazu lernen ist kaum zu glauben. 

Heute(Mittwoch 12.2.) waren wir dann endlich in der Grundschule und hatten unsere erste Probe. Ganz aufgeregt liefen wir zur Schule. Ob die Kinder wohl interressiert sind,ob wohl alle klappt ? 

Aus 16 Kindern besteht die Gruppe und so fingen wir mit den Aufwaermspielen an. Rixa leitete die Spiele an und schnell war eine super Atmosphaere im Raum. Die Kinder waren natuerlich aufgedreht, aber unheimlich interessiert und hatten Spass an den Aufgaben. Vor allem bei den Standbildern die sie machen mussten zeigten sie so wahnsinnig viel Eigeninitiative und Kreativitaet. Rixa und ich grinsten uns an, wir waren begeistert von den Kindern. Rixa leitet zum ersten Mal eine Gruppe und alles laeuft super. Ein so unruhiger und grosser Haufen, aber ein tolles Ergebnis. Morgen ist gleich die naechste Probe. Gleich heute bereiteten wir die naechsten Spiele vor und freuen uns auf die naechste Probe. 

07Februar
2014

Ein paar Fotos zu Früchten :)

Kaffee Bohnen, noch nicht ganz reif Granadilla, ähnlich wie Maracuja Papaya

07Februar
2014

PROMOS

Gestern erreichte uns eine wunderbare Nachricht und so ganz konnten wir es noch nicht glauben.

Wir haben uns im November über die HKS Ottersberg, meine Uni, bei dem Programm PROMOS beworben, welches über den DAAD läuft. Mehr Infos dazu hier:

https://www.daad.de/hochschulen/ausschreibungen/13502.de.html

Gestern haben wir dann von meinem Dozenten, der das Projekt begleitet erfahren, dass wir bezzüglich der Reisekosten unterstützt werden, welche bei uns doch das meiste ausmacht. 

Wir möchten uns daher ganz herzlich bedanken, bei Promos aber auch bei Prof. Peer de Smit, der uns sehr unterstützt.

Die Zeit die wir in den Antrag gesteckt haben um überhaupt unser Konzept aufzuschreiben und einen Kosten- und Finanzierungsplan zu erstellen hat sich also gelohnt. Für mich war dieser Teil des Projektes, also quasi der Vorlauf eine wichtige Erfahurung für weitere Projekte. Auch hier wurden wir unterstützt von der lieben Annika:) Vielen Dank.

Ich kann jedem empfehlen, der in Projekten arbeitet genug Zeit dafür einzuplanen und sich für die ersten eventuell Hilfe zu holen, denn mit ein paar Tipps für Formulierungen etc. schreibt es sich viel leichter. Und doch muss man immer wieder auch während des Projektes das Konzept an die Realität anpassen.

So heute organisieren wir viel für die kommende Woche mit den Kindern aus der Grundschule. Wenig Zeit und viel vor.

Liebe Grüße

Rixa

07Februar
2014

Beginn 2ter Teil

Hallo, hallo:)

Rixa und ich waren nun schon in der Grundschule um den 2ten Teil unseres Projektes zu organisieren. Die Ferien sind naemlich hier noch bis naechste Woche. In der Grundschule wurden wie ueberall hier sehr gut aufgenommen. Die Direktorin ist sehr sehr nett und versprach uns in allem zu helfen um Gruppen zu bilden fuer eine Theaterauffuehrung, Sie lachte schon und meinte, dass alle Kinder mitmachen wollen. Tja da wird es schwierig werden mit kleinen ruhigen Gruppen;) Wir freuen uns auf freudige und kreative Kinder. Naechste Woche geht es dann los. Am Montag kommen die Eltern mit ihren Kindern zur Schule und die Direktorin will uns gleich vorstellen. Wir berichten dann sofort wie die erste Probe verlaufen ist. Sonst ist alles wie gehabt im Altenheim und Deutschunterricht mit Sofia und Leonardo (Cousins von Rixa). Es macht weiterhin sehr viel Spass und es ueberrascht mich immer mehr wie schnell die beiden lernen.

02Februar
2014

Comida / Essen

Das Essen, ein wichtiger Punkt, ein sehr wichtiger Punkt. Der Hauptbestandteil des Essens hier sind Reis und Bohnen. Ich glaube wir haben hier noch nie einen Tag ohne Reis und Bohnen erlebt. In Deutschland sind es immer Nudeln oder Reis oder Kartoffeln. Hier isst man Nudeln und der Reis gehört natürlich dazu. Schon irgendwie komisch, aber man gewöhnt sich dran. Das Nationalgericht Costa Ricas heißt „Gallo Pinto“, was Reis und Bohnen zusammengematscht sind mit ein wenig Sauce. Gemüse was hier gegessen wird ist anders und für uns in Deutschland unbekannt. Zum Beispiel die Yuka, Chajotte, Ajote...

Zu Abend gegessen wird nicht so wirklich, es wird eher spät Kaffee getrunken mit Brot und Keksen. Brot ist natürlich nicht so wie deutsches Brot, denn hier handelt es sich eher um süßes Brot oder Baguette. Schwarz- oder Graubrot gibt es generell nicht. Ich habe bis jetzt auch noch keinen Tico kennen gelernt, der Knäckebrot lecker findet. Solche Art von Brot ist auch eher schwieriger im Supermarkt zu finden. Was auch lecker zubereitet wird zum Frühstück oder zum Mittagessen ist Platano. Dies ist eine Art Banane in groß. Platano schmeckt roh eher nach nichts, man muss es braten. Auch kann man Platano im Ofen mit Käse überbacken zubereiten. Sehr, sehr lecker, sollte man mal probiert haben. In den Bistros hier werden natürlich Empanadas in allen Variationen verkauft. Dies sind eine Art Teigtaschen mit Bohnen, Fleisch, Huhn, Käse oder sonstigem gefüllt. Es gibt unheimlich viele leckere Sachen. Im Allgemeinen ist die Küche relativ fettig. Die Mode in Deutschland ist ja zur Zeit sich bewusst und gesund zu ernähren, daher erscheint das Essen hier für einen vielleicht fetthaltiger.

Wo ich mich immer besonders drauf freue sind die Früchte. Papaya, Banane, Ananas, Mango, Guave, Guanabana, Hokotes, Litschi,Wasser-, Honigmelone und viele, viele mehr. Ein paar der Früchte sind euch wahrscheinlich unbekannt. Die Früchte, die euch bekannt vorkommen sind hier auf jeden Fall leckerer, oft auch verträglicher. Rixa verträgt hier zum Beispiel Ananas besser. Ich mag Banane viel lieber oder auch die Papaya. Nach Deutschland werden sie ja unreif geschickt und haben daher einen ganz anderen Reifungsprozess.

Von dem Gemüse und Obst was euch völlig unbekannt ist, weil es in Deutschland nicht mal im Handel erhältlich ist, stellen wir noch Fotos rein. Dann habt ihr wenigstens ungefähr eine Vorstellung.

01Februar
2014

Religion

Ein wichtiger Aspekt in Costa Rica. Auch ein wichtiger Aspekt in unserem Projekt denn die Religion stützt hier viele Traditionen und bringt die Familie zusammen.Der Grossteil hier ist katholisch und ist stark glaeubisch. Jeden Sonntag geht es zum Gottesdienst, ueberall haengen Heiligenbilder oder Kreuzketten. Im Alltag bemerkt man es immer wieder in der Sprache wie religioes die Menschen hier sind. In jedem Satz wird erwaehnt: wenn Gott will. Zum Beispiel: Naechste Woche fahre ich zu meiner Tante, wenn Gott will oder heute morgen bin ich aufgewacht Gott sei dank. Auf dem Weg wird einem auch immer ein Segen mitgegeben. Das ist worin die Leute sich stuetzen und ich denke, dass deswegen so viele Leute hier  oft so positiv denken. Die Religion stuetzt die Familie und macht sie stark.

31Januar
2014

kurzer Einblick

 

 Lange haben wir uns schon nicht mehr gemeldet, aber hier nun ein bisschen ueber die letzte Woche. Wir finden uns im Altenheim immer besser zurecht. Morgens haben wir unsere Routine in der Kueche und dann koennen wir uns ein wenig mit den Senioren unterhalten. In der Kueche fangen die Kochinnen schon an zu trauern, dass wir bald gehen. Die Zeit fliegt einfach davon. Der Deutschunterricht mit den 2 Cousins Rixas ist auch immer wieder eine Freude. Die 2 lernen unheimlich schnell und sind so interessiert am Lernen. 

Im Altenheim haben wir uns laenger mit einer Dame unterhalten. Wir haben erst nur ueber obeflaechliche Dinge geredet, sowie Herkunft oder Essen. Wir sind sehr vorsichtig im Altenheim mit den Dingen die man fragt, denn oft handelt es sich um Menschen die keine Familie mehr haben oder von dieser nichts wissen. Die Dame erzaehtle dann aber ganz von selbst vom Tod ihrer Mutter und das ihre Schwester sie nur selten besucht. Wir gingen dann ein wenig spazieren und dann redeten wir ueber alles moegliche. Man spuert Traditionen und die Familie in jedem Moment und in allem was einem erzaehlt wird. 

Letzte Woche war dann bei meiner Gastoma das Rosario(Ein Zusammentreffen um zu beten und die Weihnachtszeit abzuschliessen). Die gesamte Familie fuellte das Haus. Man merkt immer wieder, dass hier die Familie von der Grossmutter immer wieder vereint wird. Ich bemerke stark den grossen Respekt ihr gegenueber. Oft wird sie um Rat und Hilfe gebeten. Spaeter als schon viele gegangen waren, blieben dann meine Gastmutter,meine Gastschwester, ein Cousin, eine Tante, meine Oma und ich. Wir redeten ueber Familie(ohne das ich gefragt habe) ueber Vaterliebe, wie man sich entwickelt und wie es in Deutschland ist. So ging das dann 3 Stunden. Man geht immer mehr auf im Herausfinden der Bedeutung der Familie. 

Maike

28Januar
2014

Preguntas? Fragen?

Hallo ihr Lieben,

wir haben lange nichts von uns hören lassen, aber dass soll sich ändern. Wir sind grade viel unterwegs und organisieren noch viel neben der Arbeit. 

Da wir Costa Rica schon etwas näher kennen vergessen wir oft, was für euch noch interessant sein könnte, außerhalb des Projekts. Wenn ihr also Fragen zur Kultur, zum Essen oder ähnliches habt schreibt uns gern. Wir sammeln dann und schauen worüber wir noch schreiben.  Si tienen preguntas sobre el proyecto o del pais o algo asi nos avisan:)

puravida-theater@gmx.de

Maike hat die letzte Woche mal zusammengefasst. Der Beitrag kommt später und wir wollen euch natrülich auch von der Idee berichten wie es für uns nach der Projektzeit in Costa Rica weitergehen kann.

Hasta luego

Maike y Rixa

20Januar
2014

Gracias

Queremos decir gracias a la biblioteca pública de naranjo por dar nos la oportunidad de hacer el club de conversación en ingles en este lugar tan bonito. Especialmente queremos decir gracias a Ester que esta ayudando a nosotras.

Si quieren pasan por la biblioteca para ver como esta y para participar en los diferentes actividades. Nosotras estamos aya el viernes a las 4:30. Nos vemos aya.Lächelnd

 

http://si.cultura.cr/component/sicultura/articulo/biblioteca-publica-de-naranjo-1970.html

 

Wir möchten uns ganz herzlich bei der Bibliothek in Naranjo bedanken, die uns einen Raum für den Konversationsklub und weitere Aktivitäten zur Verfügung stellt. Insbesondere bei Esther, die uns bei allem hilft und unterstützt. Diesen Freitag treffen wir uns wieder um 16:30 Uhr. 

Bis dahin.

16Januar
2014

club de conversacion para ticos

para los ticos:

nosotras vamos a ser una reunion este viernes a las 4:30 pm en la biblioteca de naranjo. queremos informarlos sobre un club de conversation en ingles y clases aleman. cada persona no importa cual nivel puede venir para ver si el/ella quiere participar. si no pueden este viernes pero todavia quieren participar nos avisan.

nos vemos 

hasta lluego

Maike y Rixa

16Januar
2014

Altenheim

Jetzt sind wir schon mehr als eine Woche hier. Wie schnell die Zeit schon wieder vergeht! Am Montag waren wir in der Bibliothek um zu fragen, ob wir dort einen Englischkonversationsklub und Unterricht in Englisch und Deutsch anbieten können. Die Chefin der Bibliothek ist unheimlich offen und freundlich. Sie war begeistert von unsere Idee und so haben wir den kommenden Freitag schon das erste Treffen mit allen Interessierten.

Natürlich lernen hier viele Englisch in der Schule aber leider fehlt einfach die Übung. Zum Englischkonversationsklub bereiten wir ein Thema für jedes Treffen vor und diskutieren dann in Englisch. So kann man die Ticos noch mal genauer kennen lernen. Mal schauen wie es am Freitag wird. Wir freuen uns. In der Bibliothek gibt es noch viele andere Möglichkeiten aktiv zu werden, ob mit Kindern oder Erwachsenen. Wir sind sehr froh, dass wir  offen und warm empfangen wurden.

Gestern waren wir dann mit meinem Gastonkel im Altenheim. Wahnsinn. Auch hier haben wir uns nicht unwohl gefühlt. Wir wurden von meinem Gastonkel durch das Altenheim geführt. Es ist eine warme und schöne Atmosphäre. Natürlich sind die Menschen oft schwer krank und sehr hilfsbedürftig, aber auch hier wird gespaßt, gewitzelt und gelacht. Kein betretenes Schweigen oder Mitleid was einen unwohl fühlen lässt. Das ist einfach die Kultur. Wir haben alle Angestellten kennen gelernt und haben uns alles angeschaut. Alle sind wild darauf uns zu helfen um mehr über die Familie in Costa Rica herauszufinden und fragten uns über den Unterschied zu Deutschland aus. Wir sind auf alles so gespannt und freuen uns auf morgen. Morgen wird unser erster Tag im Altenheim anfangen. Wir werden in allem helfen wie wir können, so kriegen wir mehr Vertrauen zu den Menschen die dort leben und arbeiten und Schritt für Schritt erfahren wir mehr über die Menschen und ihr Leben, ihre Familien und was für sie wichtig ist.

Ob wir mit dieser Gruppe eine Tanz-/ Bewegungsgruppe eröffnen können ist noch nicht klar, aber wir haben zur Not eine weitere Idee, von der wir euch bald berichten. (Maike)

 

Pura Vida

Rixa y Maike

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